BKA warnt: Betrüger verschicken Fake-Briefe zu Wohnungseinbrüchen

Betrugswarnung durch das BKA vor BriefenDas Bundeskriminalamt warnt in einer Pressemitteilung vom 07. April 2017 vor betrügerischen Briefen mit einem gefälschten BKA-Logo im Briefkopf. Darin schreiben Straftäter im falschen Namen der Polizeibehörde ihre Opfer an und warnen vor angeblichen Wohnungseinbrüchen durch organisierte Banden in der direkten Nachbarschaft.

Als besonders dreist bezeichnet das BKA die Tatsache, dass die Kriminellen in diesen Schreiben umfangreich vor diversen Betrugsmaschen warnen, um so das Vertrauen der Empfänger zu erschleichen. Die Briefe machen auf den ersten Eindruck einen seriösen Eindruck.

Ausländisches Call-Center gibt vor das BKA zu sein

Die angeschriebenen Personen werden aufgefordert weitere Informationen unter einer vorgeblichen BKA Rufnummer 0611/14717446 abzufragen. Hinter diesem Telefonanschluss verbergen sich dann jedoch tatsächlich Betrüger aus Call-Centern im Ausland.

Wer dort anruft, wird von den Tätern in ein vermeintliches Beratungsgespräch verwickelt und dazu aufgefordert das Vermögen vor den im Brief beschriebenen Einbrechern zu sichern. Durch gezielte Gesprächsführung versuchen die Betrüger Ihre ahnungslosen Opfer dazu zu bewegen, dass sie Schmuck, Bargeld und andere Wertsachen ausserhalb der Wohnung oder des Hauses deponieren. Anschiessend sollen diese Vermögenswerte dann von „BKA-Beamten“ unbemerkt zu Sicherungszwecken abgeholt und aufbewahrt werden.

Wohnungseinbruch als Folge der betrügerischen Masche möglich

Funktioniert die Masche der Täter und können die Personen tatsächlich dazu gebracht werden dieser Aufforderung nachzukommen, melden sich die Täter über die angebliche BKA-Rufnummer erneut. Im zweiten Schritt wird dann dazu aufgefordert, sich zum eigenen Schutz in Sicherheit zu begeben und das Haus oder die Wohnung auf unbestimmte Zeit zu verlassen. Diese Abwesenheit wird dann von professionellen Banden zu gezielten Einbrüchen in den Wohnungen der Opfer genutzt.

Wer den Betrug nicht bemerkt und den Anweisungen der Ganoven nachkommt, wird also zuerst um die deponierten Wertgegenstände gebracht und läuft in der weiteren Folge zusätzlich Gefahr, dass die Wohnung gründlich auf den Kopf gestellt und Hab und Gut ausgeräumt werden.

Ratschläge des Bundeskriminalamtes

Das Bundeskriminalamt rät in dieser Sache zu folgendem Verhalten:

(1.) Wenn Sie die oben beschriebene Post erhalten, die laut Anschreiben angeblich vom BKA kommt, reagieren Sie in keinem Fall darauf. Rufen Sie die im Brief angegebene Telefonnummer 0611/14717446 nicht an.

Achtung Bertrugswarnung durch BKA Ratschlaege(2.) Das BKA würde sich nie unaufgefordert mit einem derartigen Anschreiben postalisch oder persönlich an Sie wenden.

(3.) Das BKA fordert Bürger nicht dazu auf Bargeld, Schmuck, Wertsachen oder andere Vermögenswerte herauszugeben.

(4.) Das BKA fordert Sie niemals per Telefon dazu auf Ihre Wohnung oder Ihr Haus zu verlassen.

(5.) Wenn Sie von der Rufnummer 0611/14717446 angerufen werden: Lassen Sie sich auf kein Gespräch ein und folgen Sie nie den Aufforderungen der Anrufer. Legen Sie direkt auf.

(6.) Lassen Sie sich nicht am Telefon unter Druck setzen. Das ist eine Masche der Täter, die versuchen ihre Opfer durch das Androhen staatlicher Konsequenzen zu verunsichern. Gehen Sie nicht darauf ein. Brechen Sie den Telefonkontakt sofort ab.

Sollten Sie bereits Opfer der oben genannten Betrugsvariante geworden sein und Ihnen wurde dabei Geld oder andere Wertsachen abgenommen, rät das BKA ausdrücklich dazu Strafanzeige bei der örtlichen Polizeibehörde zu stellen.

Lesen Sie hier zu Vorsorge unseren aktuellen Artikel: Einbruchschutz – Was die Polizei rät!

Muster eines betrügerischen Schreiben aus diesem Fall

Nachfolgend stellen wir das vom Bundeskriminalamt veröffentlichte Muster eines solchen Fake-Briefes als Foto ein. Mit einem Klick auf das Bild können Sie das Schreiben in einem separaten Fenster zum Lesen vergrössern:

 

Betrugswarnung durch das BKA vor Briefen

Quelle: Pressemitteilung des BKA